Jessica Ward


Als Politologin habe ich mich immer wieder für das menschliche Handeln und dessen Zusammenspiel mit gesellschaftlichen Strukturen interessiert. In einem selbst-organisierten politischen Landprojekt erfuhr ich, wie stark unsere erlernte, gesellschaftlich geprägte Mustern uns hindern, frei, offen und respektvoll miteinander umzugehen. Ich bin zu RT (radikale Therapie) gestoßen und habe gelernt, dass ich mit meinen Mustern, Verletzungen, mit meiner Scham und Angst, mit Wut und Hilflosigkeit nicht alleine bin.

 

Unsere Biografie, geprägt durch gesellschaftlichen Normen und Strukturen, hinterlässt bei jedem Menschen einen unterschiedlichen Rucksack - mit schweren Steinen und stärkenden Flügeln.

 

Ich glaube fest daran, dass in jeder*_ jedem* von uns die Fähigkeit steckt, sich mehr Handlungsspielraum zu erobern, zu mehr innerer Ruhe zu kommen, festgefahrene Situationen und Beziehungen neu zu gestalten. Manchmal kommen erste Schritte schnell, manchmal dauert es lange. Wir dürfen uns dabei Begleitung wünschen - die uns stärkt, Abstand gibt, eine neue Perspektive ermöglicht und erlaubt, uns selbst zu sein.

 

Ich bin Prozessbegleiterin und systemische Beraterin. Ich befinde mich im letzten Jahr der Ausbildung zur systemischen Therapeutin und wurde für die Weiterbildung in Entwicklungstraumatherapie Narm® (NeuroAffective Relational Model) bei Dr. Heller zugelassen, die ich 2019 anfange.

Warum diese Ausrichtungen?

Ich habe mich für die systemische Therapie entschieden, weil ich es für wesentlich halte, den Umfeld mit in dem Blick zu nehmen. In der systemischen Denkweise sind unsere Symptome und Verhalten Ausdruck unserer Beziehung mit unserem "System" - von der Familien zur Gesellschaft über das Arbeitsteam.

 

Die therapeutische Arbeit mit Entwicklungstraumata Narm habe ich ausgesucht, weil ich die Wurzeln für viele von unseren einschränkenden Verhaltensmustern in prägenden Kindheitserfahrungen sehe, die im Körper - in Nervenverbindungen, Muskelverspannungen, Körperhaltungen, Gehirnstrukturen... - gespeichert werden. Ich halte es für wesentlich zu verstehen, wie unser Körper auf Stress und traumatische Erfahrungen reagiert und was er daraus lernt, um damit zu arbeiten.

 

Ich arbeite mit Dir als Mensch mit Deinen Gedanken, Deinen Gefühlen, Deinem Körper, Deiner Biografie, Deiner gesellschaftlichen Positionierung.


Vita

  • 1979 in Frankreich geboren, englische Familienwurzeln, seit 2002 in und um Berlin lebend
  • Langjährige Erfahrung in selbstorganisierten Gruppen unterschiedlicher Art (politische Netzwerke, Landkollektiv, Hausprojekt, Gruppentherapie...)
  • Seit 2009 Elternteil und Begleiterin eines Kindes
  • Erfahrung mit queeren und trans Identitäten und nicht­ norm-konformen Beziehungsformen
  • Seit 2013 Diplom Politologin (FU-­OSI) und seit 2003 Übersetzerin (Paris 8)
  • Beratung auch in englischer und französischer Sprache

Weiterbildungen & Selbsterfahrung

  • Seit 2012 Praktikerin und seit 2015 Gruppenanleiterin in Radikaler Therapie (insbesondere für Frauen*: FORT): Selbstermächtigung, selbst-bestimmte Veränderung von Verhaltensmustern, Körperarbeit, Biographiearbeit, Arbeit mit dem inneren Kind, Transaktionsanalyse
  • 2015-2017 Ausbildung zur Systemischen Beraterin (GST): Anteilsarbeit, Blick auf das “System” und beteiligte Beziehungen, Fokus auf Ressourcen, Skulpturarbeit
  • 2018-2019 Ausbildung zur systemischen Therapeutin (GST)
  • Seit 2015 Praktikerin in Mindful Awareness (Achtsamkeit): Atemarbeit, Fokus auf das Sein im Hier und Jetzt, Meditation und Präsenz
  • Aug. 2018 Anti-Bias Forbildung mit dem Anti Bias Netzwerk: Sensibilisierung für eigene Diskriminierungserfahrungen und diskriminierende Verhalten, Macht und Priviligien.

 

  • Angenommen für die Weiterbidung Narm (c) ab 2019 (Neuro affective relational model), Neuroaffektives Beziehungsmodell zur Arbeit mit Entwicklungstrauma

 

 

 

 

Die Sitzungen finden in Berlin Lichtenberg oder Friedrichshain statt. Gruppenbegleitung auch außerhalb von Berlin.