Wie arbeite ich?

Mehrere Prägungen, eine Haltung

Mein Weg zur Begleitung und Therapie und zum Therapeutin-werden ist geprägt von mehreren Etappen: Erst traf ich die Radikale Therapie, mit co-counceln und Transaktionsanalyse als Basis, führte meine Arbeit fort mit der Ausbildung zur Systemischen Therapeutin und lerne jetzt (2019/2020) eifrig den therapeutischen Ansatz NARM zur Arbeit mit Entwicklungstraumata und Bindungsverletzungen immer präziser anzuwenden.

 

Auf jeder Stufe habe ich viel über das gelernt, was eine gute Begleitung für mich bedeutet, meine Haltung, meine Werkzeuge, meine Kenntnisse verfeinert. Bei jedem neuen Ansatz, den ich in meinen Koffer packe, stellt sich zuerst die Frage für mich: Wie möchte ich und kann ich diese Werkzeuge sinnvoll kombinieren? Diese Reflexion führe ich kontinuierlich, mit mir und mit Kolleg*innen. Das Praktische ist: Alle Ansätze, mit denen ich bis jetzt arbeite, basieren auf eine gemeinsame Haltung:

  • Die_der Klient*in ist Expert*in in der eigenen Angelegenheit. Ich kann nicht wissen, was ihr Ziel ist, in welche Richtung sie sich entwickeln "sollte". Die Klientin definiert selbst ihren Wunsch, ihren Auftrag, ihre Richtung und trägt die Verantwortung dafür. Ich biete den Rahmen und Werkzeuge, um den Prozess zu ermöglichen.

NARM

Die meisten von uns erleben in unseren prägenden Jahren zwischen der Konzeption und dem 8.-10. Lebensjahr kleine oder größere Verletzungen. Sind diese chronisch und hinterlassen Spuren in unserem Verhalten, reden wir auch von Entwicklungstraumata. Diese beeinträchtigen unsere Fähigkeit, mit uns selbst und mit anderen wirklich in Kontakt zu sein und zu bleiben. Unsere Lebendigkeit ist eingeschränkt und körperliche Probleme können entstehen oder verstärkt werden.

 

NARM (Neuro-Affective Relational Model) nach Dr. L. Heller arbeitet im Hier und Jetzt, ressourcenorientiert und nicht-retraumatisierend. Die Arbeit beruht auf einer Erkundung von körperlichen, emotionalen und kognitiven Erfahrungen vor dem Hintergrund von Zusammenhängen von Nervensystem, Körper, Emotion und Psyche. NARM betont unsere Widerstandskraft und unterstützt die Regulierung des Nervensystems.

 

NARM ist zugleich genial-einfach und eine hohe Kunst der Achtsamkeit.

 

Nota: Ich befinde mich bis Ende September 2020 in der NARM Fortbildung bei Dr. Laurence Heller im UTA in Köln. Das bis jetzt Gelernte prägt schon jetzt stark meine Arbeit und beschenkt mich und meine Klient*innen.


Systemische Therapie

Die systemische Therapie bietet mehrere Methoden, um die eigene Situationen, die eigenen Symptomen, im Kontext unserer Beziehungen zu betrachten und ihren Sinn zu erkennen. Wenn wir etwas verändern wollen, erkennen wir manchmal nicht bewusst, welchen Preis wir dafür zahlen werden, und welche Vorteile der Status Quo bietet.

Die Systemik arbeitet, ebenso wie NARM, ressourcenorientiert. Das heißt, dass die Stärken & Kompetenzen der Klient*innen hervorgehoben werden.